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Love and The Village - Part II

Kolumne


von Carrie Breitschal

11. Dezember 2006

Für immer, Nie und die Unendlichkeit des Weltraums

Wir alle glauben an die Liebe. Wir verlieben uns, wir führen eine Beziehung. Wir glauben daran, dass es für immer gut gehen wird. Dass man für immer zusammen bleiben wird, bis dass der Tod uns scheidet.

Beziehungen gehen vorüber, für immer ist Geschichte, solange, bis wir die nächste Beziehung eingehen und für immer aufs Neue beginnt.

Es ist, als würden wir mit jeder neuen Beziehung in eine Seifenblase steigen. Wir fliegen so dahin, sehen alles von oben, fühlen uns unglaublich toll. Alles andere erscheint nichtig und klein. Doch irgendwann kommt der Tag, an dem die Seifenblase zerplatzt. Wir fallen tief. Je höher wir geflogen sind, desto länger der Fall. Wir fallen und prallen schließlich auf am harten Boden der Realität. So liegen wir nun da, zerbrochen und am Ende unserer Kraft. Doch wir werden uns erholen. Irgendwann kommt die nächste Seifenblase herbei und wir springen wieder auf. Wir fliegen wieder über der Welt, weit weg vom Boden der Realität. Und wieder wird ein Hindernis kommen. Ein Kaktus mit seinen harten Stacheln? Die Seifenblase wird zerspringen. Wir werden fallen. Wir werden erneut daliegen und doch werden wir trotz der Schmerzen wieder bereits ein, auf die nächste Seifenblase zu springen, die uns wieder in den Himmel befördert. So geht es immer und immer weiter. Immer in der Hoffnung, die nächste Seifenblase würde uns noch höher nach oben befördern, bis auf die höchste aller Wolken, auf der die Seifenblase dann zum Stehen kommen wird und wir die Erlösung gefunden haben.

Immer wieder aufs Neue reden wir uns ein, die nächste Seifenblase wird die Seifenblase des Lebens sein, die uns genau an dieses Ziel befördern wird.

Wir sprechen von einer Liebe für immer. Doch in Wahrheit haben wir nicht einmal annähernd eine Vorstellung von für immer. Wie lange für immer ist, weiß niemand. Und doch spricht jeder davon. Für immer gehört zu unserem alltäglichen Sprachgebrauch, genauso wie das Wörtchen „nie“. Nie und für immer gehören zusammen. Denn nie schließt für immer und somit die Ewigkeit mit ein. Doch was ist schon die Ewigkeit? Wir haben in etwa eine Vorstellung davon, was ein Jahr ist. Doch wie viele Jahre sind die Ewigkeit?

Eigentlich belügen wir uns doch nur selbst, wenn wir diese Worte verwenden. Wir wissen genau, dass wir sie nicht einhalten können. Dass wir nicht mit einer Sicherheit sagen können, dass es so ist. Wenn man also sagt „Ich werde dich für immer lieben“ müsste man eigentlich sagen „Ich hoffe ich werde dich für immer lieben können.“ Und somit sind wir genau an dem Punkt angelangt, an dem für immer an Bedeutung verliert. Genauso wie „Ich werde dich nie belügen“ – „Ich hoffe ich werde dich nie belügen müssen“.

Jeder von uns müsste eigentlich die wahre Bedeutung von solchen Sätzen kennen. Wir kennen sie auch alle, doch auf dem Weg in die Ewigkeit und ins ewige Glück vergessen wir oft die Wahrheit. Vielleicht ist es nicht unbedingt schlecht. Vielleicht macht genau das uns zu Optimisten und das Gegenteil zu Pessimisten, die nicht mehr fähig sind richtig zu lieben.

Doch genauso wie die Unendlichkeit des Weltraumes für uns unfassbar ist, so ist die eigentliche Bedeutung von für immer und nie für uns unfassbar. Alle Welt spricht von der Unendlichkeit des Weltraums, doch niemand kann sie sich vorstellen. Und doch zweifelt keiner daran, dass es so ist. Und genauso wenig macht sich wer Gedanken darüber, dass nie und für immer vielleicht auch nur ein Teil einer ganz anderen Wahrheit sein könnten.

23. Dezember 2006

Das Schweigen der Liebenden

Warum schweigen wir?

Wir hätten so viel zu sagen, doch wir sagen es nicht. Es gehen uns unendlich viele Dinge durch den Kopf. Alles durchdenken wir, doch aussprechen tun wir es nicht. Stattdessen plagen uns Fragen, die Antworten wären so leicht zu bekommen, würden wir nur ein mal unseren Mund aufmachen. Doch stattdessen schweigen wir. Doch warum? Gibt es dafür überhaupt eine Erklärung?

Wir schweigen, weil es nicht okay ist, bestimmte Dinge zu sagen. Aus Angst, die Wahrheit würde noch mehr Chaos in unser Leben bringen.

Wir schweigen, weil wir uns nicht trauen, die Wahrheit zu sagen, aus Angst, ausgelacht oder nicht verstanden zu werden.

Wir schweigen, weil es einfacher ist, sich selbst zu belügen, als einen Weg zu finden, die Gedanken in Worte zu fassen, die einen quälen.

So laufen wir durchs Leben und reden, doch im Grunde sagen wir nichts. Wir geben uns mit Alltags-Floskeln zufrieden. Fragen, wie geht es dir, ohne eine ehrliche Antwort zu bekommen, da man selbst auch keine ehrliche Antwort geben würde. Es geht mir gut, doch in Wahrheit geht es mir schlecht. Wir verstellen uns, verstecken uns vor unseren wahren Gefühlen. Wir lachen, obwohl wir weinen möchten. Wir umarmen, obwohl wir schreien möchten. Wir lieben, obwohl wir hassen möchten. Wir schweigen, obwohl wir reden möchten.

Und wohin führt das ganze? Wenn wir uns ständig nur belügen, uns verstecken, uns dabei selbst verlieren? Verlieren wir damit nicht auch die Menschen, die wir lieben, weil es keinen anderen Weg mehr gibt? Wir laufen jahrelang vor der Wahrheit davon, irgendwann wird sie einen jedoch einholen. Doch dann ist es zu spät, den Mund zu öffnen, da es keinen Anfang mehr gibt, da der Anfang so verschwommen ist, dass man ihn selbst nicht mehr kennt. Man kann nicht erklären, was jahrelang gelaufen ist, weil man zu lange geschwiegen hat. Wir verlieren Menschen, die wir nicht verloren hätten, wenn wir keine Angst davor gehabt hätten, sie durch die Wahrheit zu verlieren.

Obwohl wir aus Erfahrungen klüger werden müssten, werden wir es nicht. Wir werden dieses Schema beibehalten und weiterhin die Flucht ergreifen. Weil wir zu faul und zu feige sind, etwas daran zu verändern. Und weil wir uns selbst manchmal nicht so sicher sind, ob wir nicht lieber belogen werden möchten, als von jemand anderem die Wahrheit gesagt zu bekommen.

3. Januar 2006

Verliebt in eine Vorstellung

Wenn man jemanden kennen lernt, dann lernt man diese Person nicht wirklich kennen. Diese Person erzählt Dinge über sich, die man glauben kann oder auch nicht. Ob letzten Endes die Wahrheit gesprochen wird, das erfährt man wohl nie oder zumindest erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Man verliebt sich. Doch in wen verliebt man sich eigentlich? Ist es nicht doch eher eine Vorstellung, in die man sich verliebt? Man sieht nur die positiven Eigenschaften, weil die negativen Eigenschaften noch versteckt bleiben. Klar, wer würde bei den ersten Begegnungen schon sofort von negativen Eigenschaften erzählen und sich somit alle Chancen verbauen?

Niemand. Und somit lernt man ein falsches Ich der Person kennen, in das man sich auch verliebt. Man steigert sich hinein, immer weiter, solange, bis man ganz tief drin steckt und nicht mehr so leicht herauskommt. Die Gefühle sind einmal da und vergehen erst wieder, wenn man bitter enttäuscht wird.

Das Bild geht verloren, die Person, die man glaubte zu kennen, ist plötzlich verschwunden, die Person, die man geliebt hat, ist nicht mehr da. Fast so, als hätte man sich in eine Filmfigur verliebt, die man in der Realität nie haben kann.

Doch verliebt man sich denn nicht immer nur in eine Vorstellung? Man kann einen Menschen doch nie gut genug kennen. Irgendwann kommt man zusammen. Das wahre Ich zeigt sich, weil es nun keine Chance mehr hat, sich zu verstecken. Die Fehler werden offensichtlich, die man vorher noch gut verbergen konnte. Eigentlich kann man sagen, dass man sich jeden Tag aufs Neue verlieben muss. Man muss jeden Tag aufs Neue entscheiden, ob man diese Person weiterhin lieben kann und will. Ob die Liebe größer ist als die Schwächen und Fehler. Ob der Glaube an Veränderung größer ist als alle Zweifel.

Ist es Naivität, die einen dazu veranlasst, sich an einer Vorstellung festzukrallen, wenn man inzwischen selbst schon Zweifel an der Richtigkeit dieser Vorstellung hat?

Das Herz verschließt sich, es kann nicht mehr atmen, es erstickt an dieser Vorstellung, es krallt sich fest, schreit, hilflos, wehrlos, ängstlich.

Warum? Warum existiert diese Person nicht so, wie man sie gerne hätte?!

Oder existiert diese Person so, nur nicht für mich?

Kann ein Herz sich so sehr täuschen? Es schreit förmlich nach dieser Liebe, es sagt „Nimm mich, halt mich fest! Lass mich nie mehr los!“ Doch die Schreie werden überhört. Ist es, weil er sie nicht hören möchte? Ist es, weil er sie nicht hören kann, weil sie zu leise sind? Oder ist es, weil es für ihn Schreie unter vielen sind, weil er die Herzen aller Frauen fängt?

Dabei möchte man doch nur ein einziges Mal gefangen werden, ein einziges Mal in seinen Armen liegen, ein einziges Mal von ihm geküsst werden, ein einziges Mal...

Und dann ist da doch wieder diese Unsicherheit: Möchte man wirklich von IHM gehalten, von IHM geküsst werden oder doch nicht eher von der Vorstellung, die man von ihm hat?

18. Januar 2007

für Bille

Zerbrechen, Trennungen und Lücken

Im Laufe unseres Lebens lernen wir viele Menschen kennen. Wir schließen uns zusammen, knüpfen Freundschafen, verbringen viel Zeit mit diesen Menschen. Sie teilen für einen gewissen Zeitraum alles mit dir, deine Erfahrungen, deine Träume, deine Wünsche.

Wir teilen mit einer Person nicht alles, oder nur sehr selten finden wir eine Person, mit der wir alles teilen können. Wir haben viele Freunde, mit den einen Freunden teilen wir dies, mit den anderen Freunden das, je nachdem für welche unserer Lebensinhalte sie geeignet sind.

Sie geben uns das Gefühl, nicht alleine zu sein, jemanden zu haben, der genauso denkt wie wir.

Doch im Laufe unseres Lebens verändern wir uns auch. Wir lernen, Dinge anders zu sehen. Wir reifen, wachsen heran und ändern viele unserer Ansichten. Es geschehen Dinge, die uns prägen – für immer. Irgendwann ist es vielleicht nicht mehr möglich, etwas mit einer Person zu teilen, weil man merkt, dass man nichts mehr hat, das man teilen könnte. Dinge ändern sich, das ist der Lauf des Lebens.

Wie wichtig ist einem ein Mensch? Wichtig genug, um genug Dinge mit ihm teilen zu können und wollen, damit genau dieses Auseinanderbrechen nicht geschieht?

Doch manchmal ändern sich zu viele Dinge auf einmal und es fällt einem schwer, zu erkennen, was sich verändert hat. Und somit gelingt es einem nicht, eine Lösung für diesen Konflikt zu finden. Man kann nichts mehr miteinander teilen, man weiß nicht, was man noch miteinander teilen kann und was nicht. Also läuft man davon. Wege trennen sich. Freundschaften zerbrechen. Lücken entstehen.

Wir lernen neue Leute kennen. Wir lernen, mit ihnen einen Teil unseres Lebens zu teilen.

Doch können sie die Lücke schließen, die einst blieb?

Unser Weg geht weiter, immer weiter. Das Leben hält nicht an. Und genauso geht der Weg des anderen weiter, immer weiter. Wenn es der Zufall will, wird man sich irgendwann erneut begegnen. Vielleicht hat man bis dahin wieder genügend Erfahrungen gesammelt, vielleicht haben sich erneut viele Dinge verändert, die es einen wieder möglich machen, Dinge mit dieser Person zu teilen. Doch ersetzt das dann die Lücke, die einst entstand?

Vergangene Jahre kann niemand zurückholen. War man erst einmal eine zeitlang getrennt, so kann man die Zeit nie mehr aufholen. Was bleibt ist eine Lücke und die Frage danach, warum die Lücke damals eigentlich entstand. Man erinnert sich nicht mehr, weil sich in der Zwischenzeit bereits wieder zu vieles geändert hat. Reue? Vielleicht zu spät...

 

20. Januar 2007  - Teil 10 -

 

 

Einsamkeit und Verzweiflung und irgendwo ein Fünkchen Hoffnung

 

„Ich schätze seine völlige Abwesenheit sehr.“
William Shakespeare

 

-Und doch fehlt ein Stück.-

 

Mancher hinterläßt eine Lücke, die ihn ersetzt.
Pearl S. Buck

 

-Und doch ist die Lücke größer, als man wahrhaben will. -

 

Man muß manchmal von einem Menschen fortgehen, um ihn zu finden.
Heimito von Doderer

 

-Und doch hat man ihn nicht mehr gefunden, sondern für immer verloren. -

 

Niemals geht man so ganz,/ irgendwas von mir bleibt hier./ Es hat seinen Platz -/ immer bei dir.
Trude Herr

 

Und das ist die traurige Wahrheit, die bleibt. Genauso wie die Einsamkeit.

Und so sitzt man hier, alleine. Man weiß nicht, wohin mit den ganzen Gedanken, die man hat und nicht mehr austauschen kann. Man weiß nicht mehr, wohin mit all der Liebe, die man im tiefsten Herzen doch noch hat und die keiner mehr haben möchte.

Die Einsamkeit erschlägt einen. Immer wieder aufs Neue. Immer wieder aufs Neue weint man Tränen des Vergessens, Tränen der Enttäuschung, Tränen der verlorenen Liebe, des verlorenen Lebens.

Was bleibt ist die Erinnerung an eine Zeit, in der man nicht einsam war. In der man Gedanken austauschen konnte, in der man Liebe schenken durfte und Liebe empfangen hat.

 

Die Lücke, die jetzt bleibt wird getränkt von Tränen der Einsamkeit.

 

Die Angst wird größer, mit jeder Stunde, mit jeder Minute, jeder Sekunde, in der man sich einsam fühlt. Die Angst, dieses Gefühl würde für den Rest des Lebens anhalten und nie mehr vergehen. Dabei ist alles, was man möchte ein kleines bisschen Liebe, ein kleines bisschen Zweisamkeit. Der einzige Weg, der aus der Einsamkeit führt. Doch: Was, wenn keiner einen liebt? Keiner einen lieben möchte? Dazu kommt das Davonlaufen. Vor Gefühlen, vor der Versuchung, die Einsamkeit zu durchbrechen, indem man jemandem sein Herz schenkt. Denn, ist das Herz erst einmal verschenkt, setzt man es dem Risiko aus, zerbrochen zu werden. Und so verdrängen wir Gefühle, nur um das Herz nicht verschenken zu müssen.

 

Was bleibt, ist die Einsamkeit und die Lücke... Und ein noch einsameres Herz, das droht an der Einsamkeit zu zerbrechen.

 

Doch irgendwann, wenn man nur ganz genau schaut, erkennt man vielleicht das Licht, das uns entgegenscheint. Wir durchbrechen die Dunkelheit. Vergessen die Angst. Gehen zu auf das Licht, das vor uns hell erstrahlt. Das Licht ist warm. Es wärmt unser verloren geglaubtes Herz. Vielleicht hilft es uns auch, die Angst zu überwinden, das Risiko einzugehen, dass das Herz zerbrechen könnte. Wir trauen uns erneut, unser Herz zu verschenken. Doch das ist der einzige Weg, der aus der Einsamkeit führt. Und vielleicht auch der einzige Weg, um für immer glücklich zu werden.

 




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